Uschi Gottschalck

Kurz-Vita

Geboren in Insul/Ahr, Eifel
 
Mehrjährige Auslandsaufenthalte in Manchester/England und Casablanca/Marokko
 
Freies Studium zur Kalligrafin bei Sabine Hunecke
 
Gestaltung von Kinderbüchern
 
Mitglied der Schreibwerkstatt Klinspor in Offenbach am Main
 

Interview mit Uschi Gottschalck

1.) Sie kommen ursprünglich aus Rheinland-Pfalz, waren mehrere Jahre im Ausland und wohnen heute in Neu-Isenburg. Wie sieht Ihre Verbindung und Verbundenheit zu dieser Region aus?
Gottschalck: Wir wohnen seit 1987 in Neu-Isenburg, hatten die Wohnung aber schon während wir noch in Casablanca gelebt haben. Einfach weil es total praktisch für uns war. Wir haben  quasi eine Basis gebraucht, um entspannt Freunde und Verwandte besuchen zu können. Nach unserer Rückkehr nach Deutschland sind die Kinder in Neu-Isenburg in den Kindergarten bzw. in die Schule gegangen, wir lernten die Stadt, die Region und die Menschen näher kennen. Auch durch meine spätere berufliche Tätigkeit in der Stadtbibliothek festigte sich die Beziehung zu unserem Wohnort. Ich mag es so sehr, durch die Stadt zu schlendern, samstags auf dem Weg zum Markt Menschen zu treffen, mit ihnen zu plaudern, genau zu wissen, wo ich guten Käse einkaufen kann und wer das frischeste Gemüse hat. Ich lausche gerne den vielen Sprachen der Menschen von überall her. Neu-Isenburg hat so eine interessante und lange Geschichte. Es gibt sicher wenige Orte in Deutschland, die so bunt die eigene Geschichte mit der Gegenwart verbindet.

2.) Hat sich Ihr Werdegang als Künstlerin schon in Ihrer Kindheit abgezeichnet? Wie kamen Sie zur Kunst?
Gottschalck: Mein Vater hat gemalt, gezeichnet, musiziert, getextet und er hatte eine wunderbare Handschrift. Seine Schrift hat mich begeistert. Sie war nicht wirklich schön, im Sinne von korrekt und ordentlich, sondern sie hatte herrliche Schwünge und Charakter. Ich hätte sie gerne eins zu eins übernommen. Das ging natürlich nicht, aber versucht habe ich es immer wieder. Sehr gerne habe ich Glückwunschkarten (auch im Auftrag für andere) gestaltet. Während unseres  Aufenthaltes in Marokko hat mich die arabische Kalligrafie begeistert, die selbst nonverbal durch eine ganz besondere Anmut besticht. Später dann, zurück in Deutschland, begann ich mit Tai Chi und war somit auch immer wieder mit den wunderschönen chinesischen Schriftzeichen konfrontiert. Als dann die Künstlerin Sabine Hunecke eine Ausstellung ihrer kalligrafischen Arbeiten in der Stadtbibliothek hatte, war ich endgültig sicher, dass ich das auch erlernen wollte. Jahre später wurde ich ihre Schülerin.

3.) Was möchten Sie in Ihrer Kunst vermitteln?
Gottschalck: Freude und Begeisterung, eine gewisse Nähe und Zuneigung für die Kombination von Wort und Gestaltung.
Bei dem Gedanken an das Ende der "Sauklaue" und eine Zukunft in Tastatur bzw. eine reduzierte Schrift in Form von Druckbuchstaben kommt Trauer auf. Über die Jahrtausende hat sich die Schrift immer wieder verändert und neu erfunden. Es macht einen großen Reiz aus, dieses alles kennen zu lernen und dann zu vermitteln. Aber an das Abschaffen der Handschrift, hatte noch niemand gedacht. Heutzutage schafft Finnlad die Schreibschrift ab. Die Schulen setzen auf Tablet und PC. Schüler müssen dort die Schreibschrift seit letztem Herbst nicht mehr lernen. Ähnliche Überlegungen gibt es in anderen Ländern. Der Charakterzug einer jeden Handschrift wird verkümmern, wenn wir uns nicht für das Schreiben begeistern.
Schrift ist schön. Das ist eine Kunst, die bisher jedes Kind gelernt hat und sich später damit ausdrücken konnte. Es ist der Ausdruck und die Freude daran, das möchte ich für mich und den Betrachter bewahren und vermitteln.

4.) Woraus nehmen Sie Anregungen für neue Werke und Ideen?
Gottschalck: Beim Lesen von guten Texten, beim Erlernen neuer Schriften, beim entspannten Sitzen im Garten bzw. beim Aus-dem-Fenster-schauen. Ein leeres Blatt Papier und ein Bleistift auf Reisen. Der Wunsch zu schreiben und zu gestalten begleitet mich.

Zahlen – Daten – Fakten zu Uschi Gottschalck

  • Vollständige Vita – Uschi Gottschalck
Geboren in Insul/Ahr, Eifel
 
Lufthansa Sachbearbeiterin in Bonn und Frankfurt am Main
 
Mehrjährige Auslandsaufenthalte in Manchester/England und Casablanca/Marokko
 
Ausbildung zur Bibliothekassistentin und berufliche Tätigkeit in Neu-Isenburg
 
Freies Studium zur Kalligrafin bei Sabine Hunecke
 
Gestaltung von Kinderbüchern
 
Mitglied der Schreibwerkstatt Klingspor in Offenbach
 
Teilnahme an Workshops Frank Fath
 
Teilnahme an Workshops Dietmar Fischer
 
Teilnahme an Bildhauer Workshops bei Sascha Kempter, Kunstakademie Augsburg
 

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