Udo Bernhart

Kurz-Vita

1956
 
geboren in Bozen, Südtirol
 
1996
 
Auszeichnung "Beste Einzelausstellung", verliehen vom Deutschen Verband für Fotografie
 
2003 & 2014
 
ENIT-Preis für das beste Reisebuch über Italien
 
Bis heute
 
veröffentlichte Udo Eberhart über 100 Bücher und Bildbände
 

Interview mit Udo Bernhart

1.) Sie kommen ursprünglich aus dem Vinschgau in Südtirol und arbeiten und leben heute unter anderem in Langen? Wie sieht Ihre Verbindung und Verbundenheit zu dieser Region aus?
Bernhart: In meinem Beruf arbeite ich rund um den Globus. Frankfurt mit seinem Flughafen ist für mich das Tor zur Welt. Der Start und das Ende jeder Reise. Innerhalb von 24 Stunden ist jedes Ziel zu erreichen. Der Ideale Wohnort für einen Fotojournalisten. Mit Südtirol bin ich immer noch eng verbunden. Ich habe viele Reportagen und dutzende Bücher über die Region fotografiert. Die Bilder dieser Ausstellung stammen alle aus dem Band "Südtirol Kulinarisch".

2.) Hat sich Ihr Werdegang als Künstler/Fotograf schon in Ihrer Kindheit abgezeichnet? Wie kamen Sie zur Kunst/Fotografie?
Bernhart: Aufgewachsen bin ich im Vinschgau, dort wo das Tal am engsten ist. Um das Blau des Himmels zu sehen, musste ich den Kopf schon gewaltig recken. Immer schon hat mich interessiert, was hinter dem Berg ist, der mir die Sicht versperrt. Schon als Kind war es mein Traum, Fotoreporter zu werden, Reportagen für Magazine oder Bücher zu fotografieren, die Welt durch den Sucher einer Kamera zu sehen. Meinen Eltern beizubringen, dass ich nicht Maschinenbauingenieur werden möchte, war eines der schwersten Dinge in meinem Leben. Der Weg, bis es soweit war, nicht einfach.

3.) Was möchten Sie in Ihrer Kunst/Fotografie vermitteln?
Bernhart: Ich möchte mit meinen Bildern Geschichten erzählen. Menschen mitnehmen in Welten, die nicht für jeden zugänglich sind.

4.) Wie definieren Sie selbst Kunst?
Bernhart: Kunst in der Fotografie ist Dinge zu sehen, die andere nicht sehen. Oft muss man weite Wege gehen, um Altes zu entdecken, das man vor der Haustür hat. Ein Beispiel: Ich war in den Neunziger Jahren viel im Himalaya und habe dort in Klöstern gelebt. Auf meiner Heimreise komme ich im Vinschgau am Kloster Marienberg vorbei. Es erinnert mich von außen an die Klöster in Ladakh. Ich werde neugierig, brauche mehrere Monate, bis mich die Mönche mit meiner Kamera in ihr Kloster einladen. Das Überraschende, das Kloster in meiner Heimat ist exotischer als die Klöster im Himalaya und beide Leben, die tausende von Kilometer entfernt sind, gleichen sich.

5.) Woraus ziehen Sie Anregungen für neue Ideen und neue fotografische Vorhaben?
Bernhart: Im Moment arbeite ich an einem Buch mit dem Titel "Der Garten meiner Eltern". Die beiden sind über neunzig Jahre und bearbeiten Jahr ein Jahr aus, zwei große Gärten und bauen dort alles an, was in Südtirol wächst und das ist sehr viel. Ich bin überzeugt, dass die Tatsache, dass sie eine Aufgabe haben, die sie freut und die sie jeden Tag
auf Trapp hält, ihrem Leben einen Sinn gibt und sie fit hält. Durch dieses Buchprojekt bin ich viel mit meinen Eltern zusammen, kann viel lernen und viel Wissen konservieren.

Zahlen – Daten – Fakten zu Udo Bernhart

  • Vollständige Vita – Udo Bernhart

Udo Bernhart ist in Bozen geboren und lebt seit mehr als 40 Jahren in Frankfurt – für den freien Fotograf und Fotojournalist das Tor zur Welt. Vom nahegelegenen Rhein-Main-Flughafen aus kann er beinahe jede Destination der Welt in weniger als 24 Stunden erreichen. Seine große Leidenschaft ist die Reportage und die Suche nach immer neuen Themen. Er hat die Fotografie zu seinem Leben gemacht.

Seine Bilder und Reportagen werden in nationalen und internationalen Magazinen und Zeitschriften veröffentlicht. Bis heute hat er an die 140 Bücher, Bildbände und Reiseführer fotografiert. 2003 und 2014 erhielt er auf der Frankfurter Buchmesse den ENIT-Preis für das beste Reisebuch über Italien.

Neben der Reportage-Fotografie arbeitet Bernhart auch für diverse internationale Unternehmen, Fluggesellschaften und Tourismusorganisationen wie zum Beispiel das amerikanische Fremdenverkehrsamt oder die Österreich-Werbung. Seine Bilder werden in verschiedenen Fotoausstellungen gezeigt, unter anderem in der renommierten Leica-Fotogalerie im Kamerawerk in Wetzlar. 1996 erhielt er die Auszeichnung für die beste Einzelausstellung durch den Deutschen Verband für Fotografie.

 

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