Matteo O. Solemio

Kurz-Vita

1970
 
geboren in Kitzingen
 
1974-1979
 
wohnhaft in Berlin
 
1986 Abitur in Darmstadt
 
1996
 
Approbation als Zahnarzt in Frankfurt/Main
 
2001
 
in eigener Praxis in Kelsterbach
 
seit 2016 Dauerausstellung im Café Roseli, Frankfurt/Main
 

Interview mit Matteo O. Solemio

1.) Wie sieht Ihre heutige Verbindung und Verbundenheit zur Region aus?
O. Solemio: Ich befinde mich in dieser Region im Grünen und bin doch am Puls der Zeit. Ich sehe Frankfurt als unaufhörlich laufenden Motor, gedämpft durch das Drumherum (Taunus, Rheingau, Odenwald, Spessart, Vogelsberg). Ich bin glücklich, dass ich jeden Tag mit Blick auf den Main aufwachen darf.

2.) Hat sich Ihr Werdegang als Künstler schon in Ihrer Kindheit abgezeichnet? Wie kamen Sie zur Kunst?
O. Solemio: Schon als Kind malte und zeichnete ich gerne. Meine Eltern förderten diesen noch unbewussten Wunsch nach Kunst durch zahlreiche Museumsbesuche in unserem damaligen Wohnort Berlin. Mein Vater organisierte mir aus der Hochschule nicht mehr benötigtes Papier, so dass ich mich uneingeschränkt ausleben konnte.
Während meines Besuchs des Lichtenberg-Gymnasiums in Darmstadt entschied ich mich neben den Fächern Biologie und Mathematik für den Schwerpunkt Kunst. Meine Leidenschaft galt neben dem frühen Interesse an Medizin der Mode und der Fotografie. Im Rahmen eines Projekte in der zwölften Klasse beschäftigte ich mich mit Modedesign und entwarf ein Kleid für meine damalige Freundin, das ich von einer Direktrice nach eigener Stoff- und Materialauswahl anfertigen ließ. Im Abitur wählte ich Kunst als Prüfungsfach.

Um meinen Neigungen zur Kunst und zur Medizin gerecht zu werden, entschied ich mich nach der Hochschulreife für das Zahnmedizinstudium. Zu diesem Entschluss bewegten mich folgende Gedanken: In der Zahnmedizin ist der Anspruch an die Ästhetik hoch, was bedeutete, dass ich mich künstlerisch bei der Anfertigung von Frontzahn-Restaurationen, im Rahmen von Füllungsgestaltungen oder der Eingliederung von Kronen, betätigen konnte.

3.) Was möchten Sie in Ihrer Kunst vermitteln?
O. Solemio: Mein primäres Ziel ist es, den Betrachtern meiner Bilder durch die Komposition bunter Farben und angenehmer Formen freundlich zu stimmen und glücklich zu machen. Sie sollen ihnen gute Laune machen. Sie sollen sich das Gemälde gerne anschauen und sie euphorisieren.
Mein sekundäres Ziel ist es, die Betrachter zum Nachdenken anzuregen – wenn sie es möchten und wenn es ihnen danach ist. Es soll ihnen keine Last aufgezwungen werden. Sie sollen sich mit den Details und deren "Message" beschäftigen, wenn sie es für angebracht halten. 
Wie auch die Wahl der Materialien, treibt mich der Gedanke des Antagonismus unseres Lebens zu diesen Zielen.

Geglückt wäre mein Vorhaben, wenn sich die Betrachter von meinen Arbeiten in Bann ziehen und für die Zeit des Ansehens und Beobachtens in eine andere Welt entführen lassen. Wenn ihnen am Ende das Schöne in Erinnerung bleibt und sie doch wissen, dass es nicht selbstverständlich ist. Wie eine Tafel Vollmilch-Schokolade mit den fein verteilten Stückchen einer Chili-Schote.

Wie gehe ich an die Kunst heran?
Es sind die Liebe, die Gewalt, das Gefühl und die massiven Gegensätze unserer Welt, die mich antreiben und inspirieren. Dabei macht es mir Spaß, auch ganz alltägliche Dinge aus der Sicht von "Matteo O. Solemio" darzustellen und mit entsprechenden Titeln zu versehen, um die Betrachter zum Nachdenken anzuzregen.
Der erste Eindruck meiner Arbeiten soll aber immer ein freundlicher und farbenfroher sein. Man soll das Bild gerne anschauen und möglichst Glücksgefühle erleben. Erst beim näheren Studieren kann die mögliche "Message" schließlich entdeckt werden.

Warum Aquarell und Filzstift?
Mit einer einzigen Aquarelfarbe und der Beimischungen verschiedener Wassermengen kann ich unendlich viele Farbtöne und Schattierungen erzeugen. Diese Vielfalt passt zu unserem Leben und unserer Welt. Es gibt keine Grenzen.
Mit dem Filzstift betone ich die Konturen. Ein dunkler Strich setzt eine klare Demarkationslinie. Es gibt eben doch Grenzen.
Mit der Kombination dieser beiden "Werkzeuge" verdeutliche ich den Antagonismus an sich. Oft setzt sich eines meiner Bilder aus unzähligen kleinen Motiven zusammen, die in vielen verschiedenen Farben leuchten. Auch hier möchte ich auf Fülle und Diversivikation hinweisen, auf das große Ganze in schillernder Kolorierung und die möglichen kleinen Dramen im Detail.

4.) Woraus ziehen Sie Anregungen für neue Werke und Ideen?
O. Solemio: Anregungen und neue Ideen kann jeder Moment mit sich bringen – ein von einem Glas interessant geworfener Schatten, ein Baum der durch den Wind seine Blätter verliert. Aber auch die täglichen Nachrichten und die Probleme, die die Menschen sich täglich selbst machen. Jede banale Situation kann mich motivieren: der Blick von meiner Terrasse auf den Main, die Berge um Meran und das Meer – besonders die sardische Costa Smeralda, die mich immer wieder mit ihren Farben verzaubert.

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