Kathrin Sachse

Kurz-Vita

Geboren in Leipzig
 
Nach dem Abitur Umzug ins Rhein-Main-Gebiet
 
Langjährige Tätigkeit als Mediengestalterin und freie Fotografin
 
Soziales Engagement mit der Kunst
 
Einzel- und Gruppenausstellungen
 

 

Interview mit Kathrin Sachse

1.) Wie sieht Ihre heutige Verbindung und Verbundenheit zur Region aus?
Sachse: Ich lebe seit 27 Jahren im Rhein-Main-Gebiet, das für mich im Laufe der Jahre zur Heimat geworden ist. Die Vielfalt und die Gegensätze in Frankfurt und in der Region sind genau das, was das Leben hier in Bezug auf die künstlerische Auseinandersetzung so spannend macht. Die meisten meiner Bilder sind hier entstanden, häufig in Ecken und Winkeln, denen man eine positive Kraft auf den ersten Blick kaum oder gar nicht zutrauen würde.

2.) Hat sich Ihr Werdegang als Künstler schon in Ihrer Kindheit abgezeichnet? Wie kamen Sie zur Kunst?
Sachse: Kunst, Malerei und Fotografie waren für mich schon immer Teil meines Lebens. Einen Ausgangspunkt oder eine prägende Person im klassischen Sinne kann ich nicht benennen, eher das Leben selbst als widersprüchliches, ständig herausforderndes Medium.

3.) Wie definieren Sie selbst Kunst?
Sachse: Kunst und Malerei bedeuten für mich in erster Linie die Auseinandersetzung mit meiner Umwelt, den Menschen, dem Leben an sich. Der schöpferische Prozess bildet die Brücke zwischen dem Sein, wie es auf den ersten Blick scheint, und den Gedanken, dem Erleben, also letztlich der philosophischen Betrachtungsweise, die der Künstler mit seinem Werk zu übersetzen sucht. Dies kann auf unterschiedlichste Weise geschehen, sodass mein Kunstbegriff sehr weit gefasst ist und vielfältigen Ausdrucksweisen respektvoll Raum lässt.

4.) Welche Rolle spielen die Umwelt und die Natur in Ihrem Leben und in Ihrer Kunst?
Sachse: Beides hat einen sehr hohen Stellenwert, da ich mir der Notwendigkeit von beidem als unserer Lebensgrundlage nahezu allgegenwärtig bewusst bin. Die Achtsamkeit ist für mich in der Auseinandersetzung mit unserem Sein als Mensch ein Lebensthema geworden, das in meiner Kunst Ausdruck findet – allerdings nicht plakativ und fordernd, sondern eher in einem stillen, unaufdringlichen Prozess. Wenn es bei den "Abstraktionen des Zerfalls" darum geht, die Schönheit im Zerfall zu entdecken, so steckt darin nicht nur der Gedanke einer Lebensphilosophie, sondern eben auch der Gedanke der Achtsamkeit für alles, was ist. Alles, was ist, wurde geschaffen und befindet sich in einem Zyklus der ständigen Verwandlung. Unser Wertesystem schließt Dinge sehr schnell aus dem funktionalen Kreislauf aus, sobald diese scheinbar dysfunktional werden. Das bezieht sich zum einen auf materielle Werte und entwickelt hier den Gedanken der Wiederverwertung weiter, bezieht sich aber auch auf Menschen, die, wenn sie krank oder alt und damit oberflächlich betrachtet "nicht mehr funktional" für die Gesellschaft sind, allzu schnell aus unserem perfektionierten System in Randbereiche gedrängt werden. Den Blick darauf zu richten und einen Wert, eine Schönheit darin zu erkennen, ist für mich ein Schritt in Richtung einer achtsameren Gesellschaft – für die Umwelt und Natur, aber eben auch für die Menschen. Dies alles ist untrennbar miteinander verknüpft.

Zahlen – Daten – Fakten zu Kathrin Sachse

  • Ausstellungen (Auswahl)
2017     Begleitung Fotoausstellung anlässlich des Benefizkonzerts für "Bärenherz", Bürgerhaus Dreieich
 
2017 RODGAUer ART
 
2017 Einzelausstellung "Abstraktionen des Zerfalls II", Praxen
Frau Prof. Dr. med. Henneberg in Frankfurt
 
2016 Einzelausstellung "Abstraktionen des Zerfalls", Mehrgenerationenhaus "Zenja"
 
2016 Artpromenade, Langener Kunstmeile
 
2016 RODGAUer ART
 

 

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