Josef Weidner

Kurz-Vita

1958
 
geboren in Neustadt an der Waldnaab (Bayern)
 
1980
 
Architekturstudium mit Schwerpunkt Städtebau in Nürnberg und Frankfurt/Main
 
1987
 
Diplomingenieur
 
2000
 
Künstlerische Weiterbildung
 
seit 2006
 
Freies Arbeiten im eigenen Atelier in Mühlheim/Main
 

Interview mit Josef Weidner

1.) Hat sich Ihr Werdegang als Künstler schon in Ihrer Kindheit abgezeichnet? Wie kamen Sie zur Kunst?
Weidner: Schon von Kindheit an war die Neigung zur Kunst stark ausgeprägt: Als Grundschüler blätterte ich früh in den Kunstbüchern des als Kunstmaler und Restaurateur tätigen Großvaters – und startete die ersten Malversuche. Kunstkurse an der Volkshochschule sorgten für eine künstlerische Basis, die durch zwei USA-Aufenthalte im Zuge eines Schüleraustauschs erweitert wurden. Was ich als kunstinteressierter Schüler in den Museen etwa von Washington und New York an beeindruckenden Beispielen moderner und klassischer Kunst kennenlernen durfte, hat mich doch nachhaltig geprägt.

2.) Wie definieren Sie selbst Kunst?
Weidner: Kunst ist das, was man selbst als Kunstwerk betrachtet. Für den einen ist ein beliebiges Bild eines regionalbekannten Malers bereits Kunst auf höchst emotionalem Niveau, während andere wiederum nur hochrangige Maler und Bildhauer als wahre Künstler bezeichnen.
Kunst an sich ist also zum einen eine Definition des eigenen Ausdrucks, der Phantasie und der Technik. Die heutige Kunst wird aber stark geprägt von der Meinung von Kunstkritikern und namhaften Kunstförderern, die den aktuellen Kunstmarkt erheblich beeinflussen. Kunst als Wertgegenstand als Wertanlage, da passen natürlich nicht alle Künstler in das momentane Gesellschaftsklischee. Ich meine, gute Kunst hat ein nahezu unendliches Repertoire an Ausdrucksweisen und Darstellungsformen. Also kann jeder Kunst schaffen.
Alles in allem gilt, für Kunst muss man aufgeschlossen sein, egal in welchem Bereich. Nur dann erkennt man die wahren Hintergründe die der Künstler mit seinem Werk erreichen will und nur dann findet man Zugang zu den einzelnen Stilrichtungen und lernt die Kunstwerke richtig zu deuten. Die Kunst an sich besteht darin, ganz dem eigenen Eindruck zu vertrauen und Werke nach der eigenen Betrachtung zu beurteilen. Ich selbst gehe daher sehr kritisch mit meiner Kunst um.

3.) Woraus ziehen Sie Anregungen für neue Werke und Ideen?
Weidner: Zur künstlerischen Selbstdarstellung gehört für mich immer auch die Notwendigkeit der Selbstschulung. Ich probiere daher immer wieder verschiedene Mal- und Zeichentechniken aus, ich verfolge die aktuelle Kunstszene und besuche zur Anregung wie zur Belehrung bedeutende Kunstausstellungen.
Meine Inspiration entwickelt sich aus der eigenen Fantasie, oder aus der wahrgenommenen Welt der Dichtkunst, der Natur oder schlicht aus meiner Umgebung. Meinen persönlichen, unverwechselbaren Stil, entwickelte ich dabei im Laufe der Jahre konsequent weiter.

4.) Ihre Werke entstehen unbewusst und intuitiv aus Ihrer Fantasie, wie Sie selbst sagen. Hier und da sieht der Betrachter florale oder an die Natur erinnernde Versatzstücke. Welche Rolle spielen die Umwelt und die Natur in Ihrem Leben und in Ihrer Kunst?
Weidner: Unter dem Motto "Phantastische Welten, Zaubergarten und Kompositionen" entstanden unterschiedliche Bilder und Zeichnungen in verschiedenen Malstilen und Techniken.
Es sind überwiegend abstrakte und surreale Werke die visionäre, bizarre und unergründliche Gestalten, oder Landschaften und Gebilde darstellen, die aus dem Unbewussten entstehen und sich der Interpretation entziehen. Aber auch geometrische und organische Formen, Linien und Farben geben meinen Bildern einen sehr persönlichen Stil. Meine abstrakten Werke sind teilweise in Öl- oder in Acrylfarben gemalt. Als Motive dienen überwiegend Umwelt- und Natureindrücke, die dann später als Fantasiegebilde intuitiv entstehen. Das Kunstwerk selbst entwickelt sich aus einem Malprozess heraus, d.h. zuerst wird der geistige Rahmen und die Konstruktion, die Blattaufteilung grob festgelegt. Die ausgestellten Kunstwerke sind anregende, malerische Eindrücke, denen eine ganz spezifische Dynamik, ein eigener offener Entwicklungsprozess inne wohnt. Es sind zwingende Gedanken, die sich auf der Leinwand zu einem fließenden Kanon innerster Empfindungen entwickeln. Darum sind sie auch nicht wiederholbar. Für mich sind in erster Linie die künstlerische Inspiration, der Ausdruck und das freie Schaffen sehr wichtig. Oft fließen auch mehrere Materialien zu einem Gesamtkunstwerk ein. Die Gesamtkomposition steht dabei im Vordergrund.

Zahlen – Daten – Fakten zu Josef Weidner

  • Vollständige Vita – Josef Weidner
  • Malerei, Grafiken, Thema und Medium ...
1958
 
geboren in Neustadt an der Waldnaab (Bayern)
 
1980
 
Architekturstudium mit Schwerpunkt Städtebau in Nürnberg und Frankfurt/Main
 
1987
 
Diplomingenieur
 
2000
 
Künstlerische Weiterbildung
 
2004
 
Mappenvorbereitung in der Kunstschule Atelier Irene Schuh in Frankfurt/Main, Mitglied der Künstlerwerkstatt in Mühlheim/Main
 
2005
 
Freies Arbeiten im Atelier Karen Robert-Pitts
 
seit 2006
 
Freies Arbeiten im eigenen Atelier in Mühlheim/Main
 
2006
 
Künstlerische Weiterbildung bei der Sommerakademie in der Städelschule (Kurs Aktzeichnen bei Stephan Melzl) in Frankfurt/Main
 
2007
 
Künstlerische Weiterbildung bei der Sommerakademie in der Städelschule (Kurs Freie Malerei bei Nino Pezzella) in Frankfurt/Main
 
2008
 
Künstlerische Weiterbildung bei der Sommerakademie in der Städelschule (Kurs Aktzeichnen + Malen bei Bernd Fischer) in Frankfurt/Main
 
2010
 
Künstlerische Weiterbildung bei der Sommerakademie in der Städelschule (Kurs Freie Malerei bei Nino Pezzella) in Frankfurt/Main
 

Unter dem Motto "Phantastische Welten, Farbtafeln und Kompositionen" entstanden unterschiedliche abstraktsurreale Bilder und Zeichnungen in verschiedenen Malstilen und Techniken. Seine abstrakten Werke sind meist in Acrylfarbe gemalt, die filigranen Formen werden dabei mit Neocolorkreide, mit weicher Pastellkreide, sowie mit Tusche, Bleistift oder mit Silberstift gezeichnet. Weidners Werke beeindrucken vor allem durch die Vielfalt von bizarren Formen und Strukturen. Geometrische oder organische Formen, Linien und Farben geben seinen Bildern einen sehr persönlichen Stil. Die Bilder spiegeln seine Fiktion, seinen Sinneseindruck, und seine Individualität wider. Für ihn sind in erster Linie die künstlerische Inspiration, der Ausdruck seiner Bilder und das freie Schaffen seiner Werke wichtig. Sehr oft fließen mehrere Materialien zu einem Gesamtkunstwerk ein. Die Gesamtkomposition des Malers und Zeichners steht dabei im Vordergrund.

Die überwiegend abstrakten Werke lassen Gegenständliches meist nur noch erahnen. Sie laden den Betrachter auf eine Entdeckungsreise durch die eigene Phantasie ein und geben damit Raum für ganz neue Interpretationsmöglichkeiten der Bilder.

Josef Weidner stellte bereits in Ratingen, Mühlheim am Main, Neu-Isenburg, Dietzenbach, Maintal, Berlin, Salzburg. Baden-Baden, Mannheim, Frankfurt am Main und Krefeld aus.

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