Isabel Franke

Kurz-Vita

Geboren und aufgewachsen in Stuttgart
 
Studium der Philosophie, Germanistik, Theater- Film- und Fernsehwissenschaften an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main bei Prof. Dr. Brigitte Scheer
 
1999-2004 Studium an der Städel-Abendschule bei Bernhard Jäger, Nicole van den Plas, Ann Reder und Vroni Schwegler
 
Seit 2002 zahlreiche Gruppen- und Einzelausstellungen
 
Atelier in den "Heddernheimer Höfen" in Frankfurt am Main
 


Bild ©Günther Dächert

Interview mit Isabel Franke

1.) Sie haben ja in einigen deutschen Städten studiert und gearbeitet, darunter bis heute in Frankfurt. Wie sieht Ihre heutige Verbindung und Verbundenheit zu dieser Region aus?
Franke: Zuerst war es Zufall, der Studienplatz hat mich nach Frankfurt geführt, und später dann die Liebe. Inzwischen habe ich Wurzeln geschlagen und möchte die Menschen, mit denen ich hier lebe und arbeite, nicht mehr missen.

2.) Mit der "Liebe" meinen Sie sicher Ihren Lebensgefährten Heinz Sauer. Tauschen Sie sich gegenseitig über Ihre Arbeit aus und hat diese Kommunikation Einfluss auf die neu entstehenden Werke?
Franke: Ganz bestimmt. Der Dialog ist uns beiden sehr wichtig, da uns eine intensive Beschäftigung mit Gesellschaft und Politik eint, und wir beide versuchen, in unserer Kunst darauf Bezug zu nehmen. Oft denke ich, dass er es mit der Musik leichter hat, aber vielleicht sehe ich das auch falsch.

3.) Gab es richtungsweisende Momente im Laufe Ihrer künstlerischen Laufbahn, an die Sie noch oft zurückdenken?
Franke: "Oft zurückdenken" würde ich nicht sagen, aber wenn ich ganz tief in meinen "Gedächtnispalast" hineinkrieche, fällt mir ein: Ein Buch mit den klassischen Sagen des Altertums, das ich als Kind immer wieder gelesen habe; die Faszination für die mit bloßem Auge nicht sichtbare Natur, die mich als Schülerin leidenschaftlich mikroskopieren und das Gesehene zeichnen ließ; ein Plakat von Goyas Radierung "Una reina del circo", die bleibend die Seite des Düsteren in mir angeschlagen hat; Otto Dix’ Großstadt-Triptychon, Henry Moores Königspaar, Francis Bacons Malerei; und mit einem Sprung in die Gegenwart: die Anschläge von Paris, Nizza, Berlin, die mich fast die Kunst aufgeben ließen; aktuell die Wahl Trumps zum US-Präsidenten – was mich darin bestätigte, doch unbedingt weiterarbeiten zu müssen.

4.) Woraus ziehen Sie Anregungen für neue Werke und Ideen?
Franke: Aus politisch-gesellschaftlichen Entwicklungen, die unser Leben beeinflussen und verändern, aus Philosophie, Literatur und Kulturgeschichte, eigenen Erfahrungen. Manchmal sind es auch einfach nur wie Strandgut gesammelte Gegenstände, die sich plötzlich in ein Spinnennetz von Gedanken einfügen, die mich beschäftigen.

Zahlen – Daten – Fakten zu Isabel Franke

  • Ausstellungen 2017
  • Einzelausstellungen
19.03.-16.04.2017
 
"Ästhetik des Augenblicks", Damenbau im Fürstenlager, Bensheim
 
22.03.-02.07.2017
 
"Pensées Visibles", Volksbank Dreieich eG in Neu-Isenburg
 
25.03.-09.04.2017
 
"Zeitzeichen - Bildsprache", Remisengalerie Schloss Philippsruhe in Hanau
 
18.08.-03.09.2017
 
"Unverhoffte Freiräume", Altes Rathaus in Groß-Umstadt
 
2006
 
"Déformation Humaine", Gallustheater in Frankfurt am Main
 
2007
 
"Der schöne Schein", GLS Bank in Frankfurt am Main
 
2007
 
Bildprojektion für Heinz Sauer, Michael Wollny, Radio String Quartet, 38. Deutsches Jazzfestival Frankfurt "What you see is what you hear" (zusammen mit Charlotte McGowan-Griffin)
 
2008
 
"Thru the looking-glass", Days of Respect in Frankfurt am Main
 
2009/2010
 
"Treasures of city and mind", Galerie Artycon in Offenbach am Main
 
2009/2010
 
"It's magic – zwischen Zeichnung und Computer", 1822-Forum der Frankfurter Sparkasse in Frankfurt am Main (Duoausstellung)
 
2011/2012
 
"Märchen von Ungeheuern", Görbelheimer Mühle in Friedberg/Hessen
 
2013
 
"Future games", Gallustheater in Frankfurt am Main
 
2014
 
"Neue Arbeiten", HHH 151 in Frankfurt am Main
 
2015
 
"Haar – in the darkroom of shame and fear", HHH 151 in Frankfurt am Main
 

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