Gunther Sehring

Kurz-Vita

 

1965 geboren in Frankfurt am Main
1981    Erste Zeichnungen und Gemälde
1987 Aufnahme des Studiums der Kunstgeschichte, der Kunstpädagogik  und der Klassischen Archäologie an der J.W. Goethe-Universität Frankfurt am Main
1991-1998 Kunstbezogene Werbeaufträge in diversen Städten des Bundesgebiets
1992 Beginn der Sammlungstätigkeit
  Parallel tätig als Autor (Kunst- und Musikkritik), Publikationen zur Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts

 

 

 

 

Interview mit Gunther Sehring

1. Wie sieht Ihre heutige Verbundenheit zur Region aus?

Ich bin hier aufgewachsen und lebe sehr gerne im Rhein-Main-Gebiet. Die größeren Städte der Region bieten kulturelle Highlights en masse, die hiesige Kunst- und Musikszene ist anregend, interessant und immer neu zu entdecken. Und wenn es mich mal zu meinem Hobby "wandern" treibt, sind Odenwald, Spessart und Taunus ganz in der Nähe.

2. Was möchten Sie mit Ihrer Kunst vermitteln?

Es bleibt eine schöne Utopie, mit Kunst die Welt verändern zu wollen! Die Künste sollen dabei über den Tellerrand erfahrbarer materieller Wirklichkeit hinausreichen. Man darf sich jedoch nicht täuschen: Zunächst einmal "braucht" der Künstler sein Arbeitsprodukt ganz für sich alleine - es genügt oder es genügt ihm nicht! Erst wenn ihm sein eigenes Werk so "koscher" und authentisch wie möglich erscheint, ist es der Öffentlichkeit überhaupt zuzumuten und kann in der Folge und unter gewissen Umständen Relevanz erlangen. Ob der Rezipient schlussendlich darin etwas völlig Neues sieht, erkennt oder erlebt, ist vom Urheber kaum vorauszuplanen. Immerhin (und das ist wohl der stärkste Antrieb für einen bildenden Künstler): Die "innere Logik" visueller Ordnungssysteme, die sich eben nicht in Worten mitteilt, erschließt transzendente Bereiche des Seins, an die unsere verbale Sprache ansonsten nicht heranreicht. Kunst machen heißt also, in (Sinn-)Bildern zu denken, um den Begriffen zu entkommen. Nicht zuletzt diesen Prozess versuche ich zu vermitteln.

3. In welchem Verhältnis stehen die Werke Ihrer Kunstsammlung zu Ihren eigenen Arbeiten?

Eine ziemlich knifflige Frage! Ich sammle Kunst, nicht immer kontinuierlich, seit den Neunzigerjahren. Früher, noch während des Studiums, habe ich regelrecht "drauflos" gesammelt, was meinem Geldbeutel bisweilen nicht besonders gut tat. Mittlerweile schaue ich viel genauer hin, ob ein Bild, ein Kunstwerk irgendwie zu mir "passt". Der mir noch persönlich bekannte und in meiner Sammlung vertretene Kölner Maler Jupp Lückeroth war mit seiner bedeutenden Privatsammlung zum deutschen Informel gewissermaßen ein Vorbild: Blicke stets auf das, was dich selber künstlerisch stark an- und umtreibt - das passt auch zu dir! Insofern halte ich am liebsten Ausschau nach dem, was meiner Kunstauffassung nahekommt und mein eigenes Schaffen sowohl beglaubigt als auch rechtfertigt. Ich halte diese "Scheuklappen" im Übrigen nicht für verwerflich, auch wenn sie einem studierten Kunsthistoriker eigentlich gar nicht ziemen. Freilich lasse ich mich mitunter auch mal aufstacheln und herausfordern: Ein solch "virtuelles Kräftemessen" birgt natürlich die Gefahr des Zurechtgestutzt-Werdens in sich. Manchmal tut das sogar sehr gut! Das eigene Profil schärfen lässt sich sowieso nur dann, wenn man genau weiß, wo die anderen gerade stehen.

4. Wie definieren Sie selbst Kunst?

Oft ist Kunst ja erst dann Kunst, wenn sie aus dem Rahmen fällt - siehe "Banksy". Doch Scherz beiseite! Anbei meine ziemlich simple Gleichung (nicht zwingend in dieser Reihenfolge): Kunst = Geist/Seele + Erkenntnis + Körper + Maß + Spiel. - Habe ich etwas vergessen?

 

 

Zahlen - Daten - Fakten zu Gunther Sehring

  • Umfassende Vita
  • Ausstellungen
  • Katalogveröffentlichungen
1965          geboren in Frankfurt am Main
1985 Abitur in Langen/Hessen
1986/87 Zivildienst an einer Schule für praktisch Bildbare, Frankfurt/Main-Nordweststadt
1989 Fotorealistische Portraits, zugleich erste Bildobjekte und Experimente mit Fotografien
ab 1992 Beginn der "Etüden"-Werkgruppe (Malereien und Collagen)
1993/94 Bildreihe "Barrieren"
1995 Studienabschluss als Master Artium (M.A.)
1996 Beginn der Freundschaft und Zusammenarbeit mit Prof. Johannes Schreiter, Langen/Hessen
ab 1997/98 Bildserie "Formulae" (Malereien in Mischtechnik)
ab 2000 künstlerisch-wissenschaftlicher Beirat der Johannes-Schreiter Stiftung in Langen/Hessen
2009 Konzeption des Museums "Glas/Werke" in Langen/Hessen
2013 Mitgründung der Langener Künstlergruppe "KLan"
1984              "Atelier Langen", Neues Rathaus Langen/Hessen
2001/2002 Galerie des Glasmalerei-Studios Wilhelm Peters, Paderborn
2004 "Die Sammlung Jupp Lückeroth", Gustav-Lübcke-Museum, Hamm
2008 "Kunstraum Offenbach" (Künstler des Kreises Offenbach), Bürgerhaus Dreieich-Sprendlingen
2010/2012 "2. und 3. Salon der Kunst", Museum Altes Rathaus, Langen/Hessen
2012 "Kunstraum Offenbach" (Künstler des Kreises Offenbach), Landschaftsmuseum Seligenstadt
2012/2013 "Retrospektiv - Gunther Sehring: Malerei und Collagen", Volksbank Dreieich, Private Banking Center Neu-Isenburg
2014/2015 "Projekt Langen" und "KLanQuadrat" (mit Künstlergruppe KLan), Museum Altes Rathaus, Langen/Hessen
2016 "Lumières du monde - Panorama international du vitrail contemporain", Center international du Vitrail, Chartres/Frankreich
2017 "Kunstfenster" des Reformhauses Freya, Frankfurt/Main-Sachsenhausen
2019 "Korrespondenzen - Gunther Sehring und seine Sammlung, Malerei/Collage/Grafik", Volksbank Dreieich, Dreieich-Sprendlingen

 

1994        Syrlin Kunstverein e.V. (Hrsg.): "4. Intern. Syrlin-Kunstpreis", Ausstellungskatalog Stuttgart
2002 Glasmalerei Peters GmbH (Hrsg.): "Auf der Suche nach dem Licht der Welt. Bilder in Glas und Licht", Paderborn (Nachdruck 2012)
2007 Kreisausschuss des Kreises Offenbach und Magistrat der Stadt Offenbach am Main (Hrsg.): "Kunstraum Offenbach - Stadt und Kreis. Verzeichnis bildender Künstlerinnen und Künstler", Offenbach/Main

2010/2011 

Lions Club International (Hrsg.): Kunstkalender "Langener Künstler"
2012 Glasmalerei Peters GmbH (Hrsg.): "Glasmalerei für das 21. Jahrhundert", Bd. I, Paderborn
2016 Centra international du Vitrail (Hrsg.): "Le Grand Livre du Vitrail Contemporain - Lumières du Monde", Chartres/Frankreich
2016 Dr. Roland Held: "Wie Gunther Sehring das Feld der Konkreten Kunst neu absteckt", in: Zeitschrift palette & zeichenstift, 24. Jg., Nr. 128, Heft/16, Koblenz
2018 Uniklinik der Ruhr-Universität Bochum (Hrsg.): "Sunshine in my Heart - Lichter der Welt. Zeitgenössische Kunstwerke der Glasmalerei", Ausst.-Kat. des Kunst- und Kulturforums des Herz- und Diabeteszentrums NRW in Zusammenarbeit mit Glasmalerei Peters/Paderborn, Bad Heynhausen

 

 

 

 

 

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