Kunstausstellung von Andreas Wald - Hinterlassenschaften Ausstellungszeitraum: 20.08.2019 - 13.10.2019

Kunst ist Kommunikation

Der gebürtige Hanauer Andreas Wald ist fest in der Kulturlandschaft des Rhein-Main-Gebietes verwurzelt und vernetzt. Nach zwei Semestern Kunstpädagogik an der Johann Wolfgang von Goethe Universität in Frankfurt, hat er sich intensiv mit dem Thema Malerei bei Professor H.Rumstedt auseinandergesetzt. Im Anschluss an diese Zeit führte ihn sein Weg nach Stuttgart, wo er unter anderem bei Professor Neisser Freie Grafik studierte.

Ein weiterer wichtiger Eckpunkt seines künstlerischen Werdegangs war die Gründung der Künstlergruppe Eiserner Steg 2000 zusammen mit Clemens Erlenbach und Jörg Koltermann im Jahr 2000. Als Mitglied verschiedener Künstlervereinigungen im Rhein-Main-Gebiet ist er auch ein fester Bestandteil der hiesigen Kunstszene. Seine zahlreichen Ausstellungen führten ihn in die gesamte Republik und das nähere europäische Ausland.

Architekturen, die Schein sind - Trägerplatte für Geschichte

Andreas Wald beschäftigt sich in seiner Malerei eigentlich immer mit den Hinterlassenschaften des Menschen. Innenräume, verschachtelte Gänge, Fassaden, die als Symbol für den stehen, der da mal gehaust hat. Aufgelassen, verlassen, leer, der Mensch spielt primär in seiner Malerei keine Rolle, wichtig sind nur die Dinge, die er hinterlassen hat. Architekturen, die keine Vorbilder haben, Kopfgeburten, die real erscheinen aber nur Schein sind, Trägerplatte für Geschichte. Spuren von Leben in einem morbiden Raum. Sinnbilder für Kälte und Einsamkeit, für Verlassenheit, für eine Gesellschaft, die den Menschen seiner individuellen Menschlichkeit beraubt. Andreas Wald möchte, dass der Betrachter beim Spaziergang durch diese Architekturkulissen zum Nachdenken angeregt wird, dass er hinter die Dinge schaut, sie hinterfragt, sie durchleuchtet, reflektiert und sich schluss- endlich die Frage stellt, möchtest du in solch einer Welt leben?

Er beschränkt sich dabei gerne auf ein sehr enges Farbspektrum, dass diese Verlassenheit und Tristesse deutlich unterstützt. Mit seiner dichten, in Acryl und Aquarell gehaltenen Malerei, schafft er es immer wieder, die Spuren von vergangenem Leben in einem morbiden Raum zu dokumentieren.

Besuchen sie die Kunstausstellung Hinterlassenschaften des Künstlers Andreas Wald in der Volksbank Dreieich in Neu-Isenburg bis zum 13. Oktober 2019 und tauchen Sie ein in Architekturen, die keine Vorbilder haben, real erscheinen, aber nur Schein sind.

Rede der Kunstkuratorin Esther Erfert zur Kunstausstellung von Andreas Wald

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